[ 1 2 | » ] [ 12 Einträge ]

ANTWORT   schrieb am 14.05.2021, 15:03 Uhr:
Antwort für Frau Elisabeth Kartusch (Eintrag vom 12.05.2021, 9.19 Uhr):

Sowohl der Bestandteil "Asch-" in den meisten Ortsnamen als auch "Asch" in der Bedeutung "Schiff" weisen dieselbe Etymologie auf. Sie gehen zurück auf ahd. "asc" (daraus nhd. "Esche"). Ortsnamen mit "Asch-" (meist zu Beginn eines zusammengesetzten Namens als Bestimmungswort) stellen demnach einen inhaltlichen Bezug zu "Esche" her, z. B. Aschach ("Eschenwasser"), Aschaffenburg ("Burg an einem mit Eschen bestandenen Wasser"), Aschbach ("Bach, an dem Eschen stehen") usw. Bei "Asch" in der Bedeutung "Schiff" hat bereits in frühester Zeit eine Übertragung der Bezeichnung für den Werkstoff (Eschenholz) auf das Gerät (Schiff) stattgefunden. Im Bairischen ist "Asch" in dieser Bedeutung insbesondere in Salzgegenden nachgewiesen. Beim "Hallasch" (abgeleitet von "halleinisch") handelt es sich um eine Art Salzschiff auf der Salzach. Ursprünglich wurden die halleinischen Salzfahrten nach dem für das dortige Salzwerk ehemals gebräuchlichen Namen Mühlbach als "Mü[h]lbacher Hallfa[h]rt" bezeichnet, ehe dieses den Namen "Hällein" (= Häuschen, kleine Halle) erhielt. Laut Schmeller kommt das Wort "Hall" als Eigenname für Salzwerk-Orte auch außerhalb des bairischen Sprachraums vor.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass sowohl der Ortsnamenbestandteil als auch die gleichnamige Schiffsbezeichnung denselben Ursprung aufweisen, jedoch primär nicht "Asch-", sondern "Hall-" in einem Zusammenhang mit Salz zu sehen ist.
Quellen: v. Reitzenstein, Lexikon bayerischer Ortsnamen, 40ff.; Schmeller, Bayerisches Wörterbuch 1/2, 1075; WBÖ I, 387f.
Kartusch Elisabeth   schrieb am 12.05.2021, 09:19 Uhr:
Ich ersuche um Mitteilung, ob österreichische, böhmische, deutsche Ortsnamen mit "Asch", so wie "Aschach, Asching, Aschberg,..." einen Zusammenhang mit dem Wort "Asch bzw. Hallasch" haben und ev. auf Salzwege hinweisen könnten. Ähnlich ist es ja mit "Schiffweg oder Schöffweg", die am Weg der Säumer liegen und den "Weg von den Schiffen" bzw. der Donau her bezeichnen. Danke für Ihr Bemühen.
Wilhelm Kaltenstadler   schrieb am 24.09.2012, 14:07 Uhr:
Nachtrag: Folgender Artikel erscheint in der nächsten Ausgabe der Heimatzeitschrift Amperland:

Johann Andreas Schmeller 1802 in Dachau -
Aus dem frühen Tagebuch des Sprachwissenschaftlers

In dem Artikel geht es auch um die "Aufklärung".
Wilhelm Kaltenstadler
Prof. Dr. Wilhelm Kaltenstadler   schrieb am 24.09.2012, 14:04 Uhr:
Zu beachten:
Bitte beachten Sie: Der Ort, wo J.A. Schmeller aufwuchs, heißt nicht RIMBERG, sondern RINNBERG. Er gehört heute zur Gemeinde Rohrbach an der Ilm.
Es gibt auch ein Schmeller-Denkmal in Rinnberg.
Ich schlage, dass in der Website gesagt werden sollte: Schmeller war verheiratet, hatte eine Tochter illegitim mit Frau Auer. Diese brachte zwei Stiefsöhne mit in die Ehe. Heirat erfolgte im Jahre 1835, als JA Sch. schon 50 Jahre alt war. Er lebte also 18 Jahre in wilder Ehe mit Witwe Auer.
Wilhelm Kaltenstadler
Sybille Schmeller   schrieb am 11.11.2011, 23:36 Uhr:
Ich habe mal wieder "Schmeller" gegoogelt und bin diesmal auf ihre Seite gestoßen. Leider wissen wir noch viel zu wenig von dem Vorfahr meines Mannes, aber wir werden und sicher nochmal seine Heimatstadt erkunden. Beim letzten Besuch wurde gerade der Platz mit seinem Denkmahl saniert. Je mehr wir recherchieren, um so faszinierender wird es. Danke!
Marion Kutzer   schrieb am 12.01.2011, 13:44 Uhr:
Als (bisher) leider nur passives Mitglied möchte ich rundherum einen guten Start in das neue Jahr wünschen.
ich hoffe sehr, einmal an einem Treffen teilnehmen zu können; würde ich doch gern einiges über meinen Vorfahr Schmeller erzählen.
Klemens Schmeller   schrieb am 30.06.2010, 16:44 Uhr:
Durch die Presse bin ich heute auf ihre Gesellschaft aufmerksam geworden. Ich hätte gerne mehr Informationen von Ihnen.
Webmaster [von www.dialektatlas.com]   schrieb am 10.04.2010, 08:24 Uhr:
Nachdem hier schon lange keine Eintrag mehr gemacht wurde möchte ich herzliche Grüße hinterlassen. Mein Forum beschäftigt sich mit Dialekt u. Mundart, Brauchtum u. Tradition.
Dr. Reinhold Aman   schrieb am 29.12.2007, 9:51 Uhr:
Ich wünsche allen Mitgliedern unserer Gesellschaft ein gesundes und glückliches Neues Jahr!
Mag. Bea Szmolyan   schrieb am 17.07.2007, 19:51 Uhr:
Info: Meine Diplomarbeit dürfte noch nicht bei Ihnen erfasst worden sein. Vielleicht ist die von Interesse für sie, auch wenns schon lang her ist, dass ich sie verfasst habe. Sie liegt in der Österreichischen Nationalbibliothek auf:
Szmolyán-Szórádi, Beata : Johann Andreas Schmellers Beziehungen zu Wien und zu österreichischen Gelehrten seiner Zeit unter Berücksichtigung des Bayerischen Wörterbuches / von Beata Szmolyán-Szórádi , 1996 . - III, 146 Bl. - Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1996 .
Liebe Grüße aus Österreich
Bea Szmolyan

© 2011 Schmeller-Gesellschaft | Start | Kontakt | Impressum